Dienstag, 14. September 2010

Wochenende

Dieses Wochenende sieht Judith wieder nach Accra getingelt, eigentlich in der Hoffnung Denys und Eli zu treffen, die vom weit entfernten Dorma kommen wollten. Wegen vorgezogenen Arbeitsbeginn und Krankeit wurde das abgeblasen, doch Judith und ich kamen trotzdem.
So besuchten wir Freitag den Kaneshi-Market. Der Markt befindet sich innerhalb eines dreistöckigem Gebäudes, und so kommen einem alle Eindrücke noch einmal verstärkt vor. Vor allem die Geruchseindrücke...
Der Markt ist aufgeteilt in Lebensmittel im unteren Stockwerk, Süsses und lauter Krims-Krams (es gibt einfach keine bessere Beschreibung!) und Stoffen sowie vielen Schneidern im dritten Stockwerk. Ein wunderbarer Markt, der (vor allem im zweiten Stock!) zum stundenlangen Stöbern einlädt.

Samstag im afs-office (auf dem Weg fiel mir das Schild auf) trafen wir dann eine Schüleraustauschgruppe aus Belgien sowie ein paar Amerikanern, deren Strandplänen am Sonntag wir uns kurzerhand anschlossen.
Doch Samstag mussten wir erst noch das Bundesliga-Spiel Bayern München gegen Werder Bremen anschauen (Hannes liebt Werder, Denys,der ja leider nicht kommen konnte, als Bayer natürlich herzhafter Bayern-Fan),und zwar LIVE und UMSONST. Ich hab gehört,in Deutschland braucht man Sky?!? :P










Sonntag trafen wir uns mit den Belgiern am afs-office, und hatten dank langer Wartezeit viel Zeit uns gegenseitig zu beschnuppern. Besonders fiel mir Voltak auf, der erstmal große äusßerliche Ähnlichkeiten mit meinem Cousin Maik hat(siehe Foto!!!), und dann auch noch von der Art ihm sehr ähnlich ist.Kein Wunder, dass wir uns gut verstanden ;-)
Der Strandaufenthalt war äußert nett,mit den Belgiern verstanden wir uns gut, und dank eeines spendablen nigerianischen Freund einer der afs-Organisatoren konnten wir alle einmal Jet-Ski fahren!
Eigentlich war der Plan, dass alle einmal MITfahren sollten, doch das war Nico (Chuck Norris kann alles! * ) zu wenig. Er verhandelte mit dem Besitzer und so durfte er (und später ich auch, ich lass mir das doch nicht entgehen!) nach einer kurzen Probefahrt/Fahrstunde mit dem Besitzer das Ding mit einer Begleitperson auch selber fahren. Der Hammer! An dieser Stelle erstmal eine Fotorutsche für euch:
Fahrstunde
Vorfreude
Nico entfuehrt eine der Amerikanerinnen
GAS!!!
Laune!!!




Schön wars gewesen.









* für alle die jetzt ein dickes Fragezeichen im Gesicht haben: Ist nicht schlimm; Insider der Vorbereitungsseminar-gruppe! :P

Donnerstag, 9. September 2010

Übrigens...

Wie vielleicht einige von Euch wissen, habe ich einen gewissen Respekt bzw. eine ziemliche Angst vor Hühnern;
GEHABT.
Hier in Ghana erlebte ich eine wahre Schocktherapie (Hühner laufen hier überall, wirklich überall rum). So  habe ich mit den Hühnern eine Art Friedensvertrag geschlossen. Ich lass sie in Ruhe und sie mich; funktioniert soweit ganz gut,  auch wenn ich bei solchen Horden von Hühnern auf meinem Weg doch noch zurückschrecke. Da muss(t) ich durch....



Folgende Fahnenkonstellation habe ich bei einem Hotel fotografiert, welches mich und Martin als Model für ihre neue Broschüre beschlagnahmten (Schonmal versucht, dir eine Minute lang möglichst glücklich ausschauen einen Teebeutel in deine Tasse zu tun?)



Wobei ich sagen muss, dass die Ghanaer Deutschland sehr aufgeschlossen und freundlich sind(mehr als sonst schon), und so die Fahne normalerweise auch richtig herum aufhängen ;-)









Montag, 6. September 2010

Ausflug in die ehemalige Hauptstadt

Dieses Wochenende fand für die Senior Volunteers (jene,die schon im Januar angereist sind) ein Orientation Camp in Cape Coast statt. Ingo, Judith, Hannes und ich haben uns relativ spontan an die Reise-Gesellschaft angeschlossen, und so fuhren die Meißten im afs-eigenen Pick-up, Hannes und ich im Trotro nach Cape Coast. Und so erlebten wir das beste Beispiel dafür, dass in Ghana eine Fahrt sehr schnell sehr lange dauern kann. Nach einstündiger Wartezeit auf ein Trotro folgte eine weitere im Trotro um dann von einer weiteren im Stau gefolgt zu werden. So brauchten wir für die normale drei-stündige Fahrt mal eben sechs. Schöne Grüße an alle Bahn-Verspätung-Maulenden!
In Cape Coast angekommen trafen wir uns mit den Anderen dann im Oasis, einer chilligen Outdoor-Bar mit Live-Band  und direktem Zugang zum Strand, wohl DIE Touristenbar schlechthin. Habe in Ghana noch nie so viele Weiße auf einen Fleck gesehen.
Die zugig-zügige Fahrt zum (niegel-nagelneuen, noch nicht ganz fertig-gestellten) Haus einer der afs-Organisatoren hat dann auch sehr gefallen.
Am nächsten Tag war dann ein großes Festival in Cape Coast, so das wir den Sklavenburg-Besuch auf die nächste Reise nach Cape Coast verschoben und uns lieber die vielen ulkigen Wesen (Kinder in Ganzkörper-Kostümen, ein Hirschzug durch die Stadt und einigen goldbehangenden Chiefs, welche in Sänften getragen wurden) auf Ihren Zug durch die Stadt zuwendeten, ein bisschen Basketball spielten sowie ein Runde Kicker mit „Bällen“ die aus gehärteter Knete bestanden, und so die Form einer Kugel nur andeuteten.
Ein weiterer Besuch an der Steilküste direkt vor der Sklavenburg war noch drin,und so ließen Leif und ich uns nochmal (am Vorabend hat uns eine ganz listige Welle nach einer Viertelstunde im Trockenen in zweierlei Hinsicht  richtig nass gemacht) fürs Foto auf etwas Spritzwasser ein, bevor wir dann im Hinterhof eines kleinen niedlichen Geschäfts (welche Taschen aus leeren Trinkbeuteln herstellt) eine kleine Coach fanden, mit interessanten Blick auf Fischerdorf + Meer.
Einem fröhlichen Abend mit allerlei (FIFA-)Spiel, (Uno-)Spaß und (Elektroauto-)Kinderüberraschung folgte eine weiteren Nacht im niegel-nagelneuen Haus und so gings am nächsten Tag dann auch wieder zurück in die Berge.
Die Begrüßung der Nachbarskinder („UNCLE KLAAAAAAAS“) war wie im Film, und so musste ich mich nochmal auf eine Rauferei einlassen (welche die Kleinen für sich entscheiden konnten, sieben noch so leichte und kleine Kinder am Körper hängen zu haben SIND zu viel), und die Kleinsten auf den Schultern nochmal im Kreis drehen, bevor ich dann ins Haus gelassen wurde.

Und jetzt die Fotorutsche, alle Fotos geklaut von der freundlichen Judith :-)
Zuordnung zum Text auf eigene Haftung:


Konnte man leider in keinen Kerker schauen
Die Sklavenburg
 

Montag, 30. August 2010

A to the C to the C-R-A !

Ein Eckhaus auf einem der Strassenmaerkte
Dieses Wochenende bin ich die 1 ½ Stunden nach Accra gefahren, um ein bisschen die Hauptstadt kennenzulernen. 

















 So trafen wir (Judith und ich) nach ziemlichen Verwirrspiel und Orientierungsschwierigkeiten uns mit einem Freiwilligen aus Accra, den Hans, um einen Tag eine kleine Touristenrutsche zu nehmen.So durchstöberten wir den Souvenirmarkt am Arts Centre und bekamen alle möglichen traditionellen Dinge angeboten.
Der Markt war ein Komplex vieler solcher ueberdachten Gaenge, in der alles moegliche an traditionellen, und anderem Zeugs.



Nächste Station war der Independence Arch, das 
Unabhängigkeitssymbol Ghanas.
Gleich neben an befindet sich der unglaublich riesige Paradenplatz. Hier werden also alle moeglichen Paraden abgehalten, unter anderem auch Militaerparaden, und ich muss sagen, dort waer auch genug Platz um ein Flugzeug starten zu lassen (okaz, vielleicht nicht ganz)Ich hab versucht, den Platz irgendwie so zu fotografieren, dass er  so gross aussieht,wie er ist, habe ich allerdings nicht wirklich hingekriegt, der Platz ist einfach zu riesig.



Hier ein Panoramabild der Haupt-Front und ein kleiner Teil der beiden Seiten 


Und nochmal das Hauptgebäude sowie eine Statue auf dem Platz mit einem Soldaten, der als Kaempfer der Revolution steht.



Ein Blick auf die Karte verriet uns dann,dass wir nur ein bisschen den Strand runterlaufen müssen, um eine Festung aus der Kolonialzeit zu sehen; das die Festung nun die Residenz des Präsidenten ist konnten wir ja nicht ahnen, und so machten uns der Polizist sowie der Soldat energisch-freundlich darauf aufmerksam, dass wir eigentlich nichtmal bis dahin gekommen sein dürften und doch bitte umkehren sollen. Huch.

sinnfrei?!?
Abends haben wir uns dann noch mit allen Freiwilligen aus Accra sowie Ingo aus dem 3½-Stunden entfernten  Akim Oda getroffen und sind in einer Bar auf einem 3-stöckigen Hausdach was trinken gegangen. Von dort hab ich diesen tollen Balkon gesehen.


Ich und Hans bei guter Pizza









Geschlafen hab ich dann bei der Familie von Anna (auch eine Freiwillige).
Am nächsten Morgen wollten wir, nach einem unglaublich guten Pizza-Essen, eigentlich an den Strand, aber ohne Sonne macht das nicht so viel Spaß, und so haben wir uns einmal die Accra-Mall angeschaut. Dort gibt es eigentlich alles, was das Herz begehrt, Elektrozeugs und auch Milchprodukte, natürlich zu entsprechenden Preisen:

1kg Butter ca. 17 Euro, Kaese ca. 12,50 Euro

Und nach einem schönen Eis machten Judith und ich uns dann auch auf dem Weg zurück nach Aburi. Die Suche nach einer Trotro-Station nach Aburi lösten wir relativ schnell und unsouverän und schon waren wir wieder auf dem Weg zurück.
War gut! 

PS: Heute gabs nen Doppel-Post, also auch weiter unter schauen!

New Home

Hier jetzt also der versprochene Bericht über mein Zuhause in Ghana. Ich wohne in einem kleinen Dorf namens Obosomase, welches auf einer Hügelkette liegt und ca. 40 km von der Hauptstadt Accra entfernt ist. Das Wetter ist hier  neblig und regnerisch(momentan ist allerdings auch der mieseste Monat der Regenzeit). So hab ich allerdings noch keine einzige Moskito gesehen, und Malaria brauch ich hier nicht zu fürchten. 
Der Highway direkt vor der Haustuer
Direkt an dem Highway Richtung südlich Richtung Accra und nördlich Richtung Kofurida liegt das „House of Peace“, indem ich mit einer dreiköpfigen Familie wohne. 
Da wären einmal der Daddy Andrew, Lehrer und Ass.Pastor sowie Immobilienmakler, mit dem ich mich am meisten unterhalte und unternehme, da er auch am besten Englisch sprechen kann. Die Mutter Joyce ist den ganzen Tag am schneidern und eine gute Köchin; mal schauen, ob ich ihr dabei nochmal helfen kann und dabei was lerne, bisher  ist das absolut ihre Sache, wo ich ihr auch nicht zwischenfunken darf. Englisch spricht sie leider nicht so gut, sodass ich mich eher wenig mit ihr unterhalte, dafür bringt sie mir ein bisschen Twi, die Regionssprache, bei.
Dann wäre da noch der 11-jährige Sohn Andrew (ja richtig, genau wie der Daddy,  doch er wird entweder Andy oder Junior gerufen). Mit ihm und seinen Freunden aus der Nachbarschaft spiele ich öfters Fußball oder tobe mit Ihnen.

Ich seh die nächsten Tage mal zu, dass ich von Ihnen Allen mal Fotos schieße.

Damit es hier aber nicht nur Lebewesenslose Bilder gibt, hier ein Bild eines Hundes von der Nachbarschaft, der es wohl nicht unbedingt gewöhnt ist gestreichelt zu werden, und sich so freut, wenn er mich sieht und zu mir gesprintet kommt.
Nachts liegt er vor der Haustür, und es macht viel Spaß, aus dem Fenster zu bellen und den verwirrten Hund minutenlang bellen und heulen zu hören, meist mit seinem zotteligen Freund, der allerdings sehr schüchtern ist.



Die drei Betten und links ein Hauch vom Wankschank
Schlafen tu ich in einem großen Zimmer mit drei Betten(aber leider keinen Tisch oder Stuhl) und einem Wandschrank, der allerdings mit Ausnahme von zwei Fächern vollgepackt ist.


Fließend Wasser gibt es hier nicht.
Regenwasser wird aufgefangen, mit Tabletten behandelt und zum Waschen (Kleidung sowie Körper) verwendet. Hat die Familie genug Geld, kann sie sich solche Behaelter wie auf dem Bild zu sehen leisten. Wenn nicht, wird versucht mit allen moeglichen Wannen, Tonnen und sonstigen Gefaesen das Wasser zu sammeln.








Gewaschen wird hier mit einem 10-Liter-Eimer und einem Schöpfeimer in der funktionslosen Dusch-Badewanne. Das Wasser ist natuerlich kalt. Mit dieser Methode aber brauch ich nicht mehr als 10 Liter pro Dusche, soweit ich mich erinnere, verbraucht man in Deutschland durchschnittlich knapp 40 Liter.
Auch muss man den Spülkasten erst mit Wasser füllen, um auf Toilette zu gehen, und davor brauche ich knapp 4 Liter, also fast die Haelfte einer Dusche!


 Trinkwasser wird gekauft, üblich sind Halbliterbeutel. Eine kleine Ecke wird abgebissen und dann aus dem Beutel getrunken. Mein Rekord liegt bei 4,5 Sekunden für einen Beutel. ;-)
Strom gibt es hier grundsätzlich schon, doch gibt es nahezu täglich Stromausfälle von meistens mehreren Stunden. Das Verhältnis von Tagen mit Stromausfällen und Tage komplett mit Strom liegt ca. bei 4:1.
Obosomase an sich ist ein sehr ruhiges Fleckchen Erde, Ausgehmöglichkeiten am Abend hab ich (bis jetzt?!?) noch nicht gefunden, ist hier wohl auch nicht üblich.        
Der Botanische Garten  von Aburi, einer der größten Touristenattraktionen Ghanas nur ein paar Kilometer entfernt, und auch gibt es hier in der Gegend einen Wasserfall, bisher habe ich Beides noch nicht besucht, das Wetter ist einfach noch zu regnerisch, sodass ich die Besuche auf Mitte/Ende September verschiebe, also den Anfang der Trockenzeit, mit viel Sonne und noch ordentlich Wasser im Grund.
So viel erstmal zu meinem momentanen Wohnort, genaueres kommt denk ich, wenn ich entsprechende Fotos geschossen habe und dazu berichte.

Was gibts Neues in Deutschland?

Mittwoch, 25. August 2010

Des Koenigs Gefolge und Geburtstag

Erstmal wie versprochen das Bild vom "Koenig"
Es war dann doch nur des Koenigs Gefolge aber immerhin:














Und dann war da ja gestern noch mein Geburtstag. Gefeiert oder so wurds nicht, hier gibts scheinbar sowas wie Parties einfach net, aber von Judith gabs Orangen und ne Dose Bier (Faxe strong, hallo?!? wie gut?!?), und von meiner Gastfamilie (nachdem sie sich wieder erinnert haben, dass ich ja Geburtstag habe) gabs ein traditionelles Oberteil, checkt selber:

Hip-Hop?!? 






















Katsching, over and Out.

Montag, 23. August 2010

Fotos!!!

Hier ein kleiner Fotonachtrag. Auf den ersten beiden Bildern sind der Ingo und der Ich zu sehen, wie wir gerade in dem vom letzten Artikel genannten Hinterhof irgendwas Maisartiges zerstampfen...




Und dann zwei Bilder von heute. Der Koenig von Swaziland ist nach Aburi gekommen. Auf dem ersten Foto ist eins der ganz ganz ganz wichtigen Autos zu sehen, die hier gehalten haben.Auf dem Zweiten ein ortsansaessiger Chief und eine Taenzergruppe.
Wirklich reingekommen sind wir nicht, doch auf dem Weg zum Internet-cafe ist es uns doch tatsaechlich gelungen, ein Foto mit dem Koenig zu machen, zumindest glauben wir, dass er das war. Er hatte am meisten Gold am Koerper Das gibts dann das naechste Mal, da wir (Judith und ich) kein Kabel dabei haben...


Gastfamilienbericht kommt noch...